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Übersicht Pässe
    Mortirolo
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    Stelvio/Stilfser Joch
Die Daten . Der Pass . Die Bilder  

Daten Westseite

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz
Mazzo 552 m
Passhöhe 1.852 m 12.6 km 1.300 m
Durchschnittliche Steigung 10,3 %
Maximale Steigung 18 %

Daten Ostseite

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz
Monno 1.066 m
Passhöhe 1.852 m 9 km 830 m
Durchschnittliche Steigung 9,2 %



Der Pass

Der Hammer. Tour 6/99: "Wer nicht unbedingt über diesen Pass muss, lässt es lieber". Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Denkt man sich hinterher. Eigentlich hat der Pass heute keinen Sinn mehr, ausser den wenigen Anwohnern und den Radfahrern fährt hier niemand. Es ist also ein Pass mit wenig Autoverkehr. Damit man auch mal einen positiven Aspekt findet. Die Strasse ist Teil eines ganzen Netzes ehemaliger Kriegsstrassen, von denen einige in den letzten Jahren asphaltiert worden sind und somit ein lohnenswertes Ziel auch für Radfahrer wurden.

Der Startort im Nordwesten ist Mazzo. Mazzo liegt im Veltlin, nicht weit von Tirano (bis hier fährt die Berninabahn der RhB) in Richtung Bormio. Von Tirano sieht man auf der Fahrt nach Mazzo auf der linken Seite eigentlich nur steile, bewaldete Hänge (Bild 1). Da geht es also hinauf! Die ersten 10 Kilometer der Strasse sind im Wald. Man hat also keinen besonders atemberaubenden Blick in die Alpenwelt, und man sieht ebenfalls nicht, wie weit es nach oben ist. Man sieht eigentlich nur eine kleine, steile Strasse. Erst kurz vor der Passhöhe öffnet sich der Wald und gibt den Blick auf das Veltlin (Bild 2), die Adamello- und die Bernina-Gruppe sowie das Puschlav frei. Und dies ist dann schon ein angemessener Lohn für die vorher erlittenen Qualen (nicht jammern, es wird niemand gezwungen). Nicht immer kann man jedoch von "wenig Verkehr" sprechen: 1990 wurde der Passo Mortirolo zum ersten Mal in das Programm des Giro d'Italia aufgenommen. Auch 1999 quälten sich die Radprofis über diesen "härtesten Berg der Alpen" (Tony Rominger). Schon am Vortag herrschte Volksfeststimmung mit Zeltdiskotheken und -restaurants (Bild 4, Bild 4). Auf der Passhöhe steht dann ein einfaches Holzschild (Bild 5), über dessen Anblick man sich jedoch ausserordentlich freut. Sonst gibt es nix da oben, ausser der folgenden Abfahrt.

Von Südosten startet man in Monno, das etwas oberhalb der Strasse von Edolo nach Ponte di Legno liegt. Zu dieser Seite kann ich nicht viel sagen, da es langsam dunkel wurde und ich schnell nach unten wollte. Aber es ist kaum weniger steil als auf der Nordwest-Seite.

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Die Bilder

Bild 1:
Da im Wald geht es hoch
Bild 2:
Schöner Blick über das Veltlin
Wald
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Blick
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Bild 3:
Ausnahmezustand kurz vor der Passhöhe
Bild 4:
Normalerweise ist hier fast nichts los
Trubel
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Stau
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Bild 5:
Am Ende der Quälerei
Passschild
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© der Fotos: Holger Rudolph