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Übersicht Pässe
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    Stelvio/Stilfser Joch
    
Die Daten . Das Höhenprofil . Der Pass . Die Bilder  

Daten Nordostseite

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz Kumulierte Entfernung Kumulierte Höhendifferenz
Spondinig 886 m
Prad 907 m 2,5 km 21 m 2,5 km 21 m
Gomagoi 1.256 m 6,5 km 349 m 9 km 370 m
Trafoi 1.547 m 4,5 km 291 m 13,5 km 661 m
Franzenshöhe 2.189 m 7 km 642 m 20,5 km 1.303 m
Passhöhe 2.758 m 7 km 569 m 27,5 km 1.972 m
Durchschnittliche Steigung 7,8 %
Maximale Steigung 14 %

Daten Südwestseite

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz Kumulierte Entfernung Kumulierte Höhendifferenz
Bormio 1.222 m
Bocca di Braulio 2.268 m 14,5 km 1.046 m 14,5 km 1.046 m
Abzweig Umbrail-Pass 2.488 m 4 km 220 m 18,5 km 1.266 m
Passhöhe 2.758 m 3,5 km 270 m 22 km 1.536 m
Durchschnittliche Steigung 7,0 %
Maximale Steigung 12 %

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Das Höhenprofil

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Der Pass

Das Stilfser Joch ist eine der attraktivsten Hochalpenstrassen. Und nach dem Col de l'Iseran der zweithöchste Alpenpass. Gebaut im Jahre 1826 hat sich an der Trassierung bis heute kaum etwas geändert. Die Südseite startet im Vintschgau, in Spondinig. Im Tal der Solda geht es bis Gomagoi auf 1256 m. Hier beginnt die Nord-Ost-Rampe erst so richtig. Ab hier sind die Kehren numeriert, bis zur Passhöhe sind es 48! Die Strasse verlässt nun auch das Soldatal, es geht in das Tal des Baches Trafoi. Der Ort Trafoi ist die letzte Siedlung vor der Passhöhe. Die Landschaft wird immer spektakulärer, die Strasse verläuft sozusagen am Fuss des Ortler (3.905 m). Schliesslich wird auch das Trafoier Tal verlassen, es geht nun durch karge Hochgebirgslandschaft zur Passhöhe. Diese ist schon von der Franzenshöhe, also von 2.189 m Höhe zu erkennen. Das bedeutet: knapp 600 Höhenmeter mit dem Ziel vor Augen. Diese 600 Höhenmeter sind jedoch der spektakulärste Teil des ganzen Passes: Zwischen spärlich bewachsenem Fels und Schotterhalden geht es nach oben. Bild 1 zeigt den Blick zurück von der Passhöhe. Dort oben kann man den Blick auf den Ortler, einen der höchsten Gipfel der Ostalpen genießen (Bild 2). Die Passhöhe selbst ist jedoch stark verbaut, Andenkenläden, Würstchenstände und je nach Außentemperatur auch Eisverkäufer, alle mit einer beachtlich aggressiven Verkaufsstrategie, wechseln sich ab (Bild 3), dazu kommt ein Hotel, eine Kapelle sowie Seilbahn und Skilifte. Doch trotz der starken Verbauung der Passhöhe lässt sich ein Platz für ein Zelt finden (Bild 4).

Die Südostseite des Stilfser Joches beginnt in Bormio (Bild 5), einem Wintersportort, der in einem Talkessel oberhalb der Addaschlucht liegt. In diesen Talkessel münden drei Täler: Das Valfurva, durch das man zum Passo Gavia gelangt, das Val Viola in Richtung Passo di Foscagno und Livigno sowie das Tal der Adda. In dieses Tal führt die Stelvio-Strasse hinein, sofort mit Steigungen um die 10 %. Nach wenigen Kilometern jedoch verlässt die Passstrasse das Addatal und folgt nun in nord-östlicher Richtung dem Valle del Braulio, zunächst in mehreren Kehren, dann am Hang entlang steigend ehe eine Talstufe in den Blick kommt, die wiederum mit Serpentinen bewältigt wird. Überwältigend ist allerdings zunächst der Anblick der Talstufe von unten, man glaubt, jetzt geht es gleich in die Wand (Bild 6). Im Rückblick (Bild 7) lassen sich diese drei Stufen gut erkennen: Zunächst die Kehren ganz am Ende des Tals, dann die lange Gerade am Hang entlang und schliesslich die Serpentinen, die die steile Talstufe des Braulio überwinden. In diesem Abschnitt sind Steigungen bis zu 12 % anzutreffen. Anschließend wird das Tal weiter, die Vegetation kärger und die Steigung moderater (Bild 8). In 2.488 m Höhe kommt nach knapp 15 km ab Bormio der Abzweig zum Umbrail-Pass, dessen Passhöhe nach wenigen Metern erreicht ist. Sie markiert die Grenze zwischen der Schweiz und Italien, der Umbrail-Pass ist mit 2508 m der höchste Schweizer Alpenpass. Zur Passhöhe des Stilfser Jochs sind es noch 4,5 km, auf denen die letzten knapp 300 Höhenmeter überwunden werden. Dies geschieht nochmals mit einigen Serpentinen und einer Steigung von bis zu 12%. Im Rückblick (Bild 9) ist nochmals der Umbrail-Pass zu erkennen (Bildmitte), von der Passhöhe nach rechts geht es ins Schweizer Münstertal. Das Wichtigste auf der verbauten Passhöhe des Stelvio ist natürlich nicht das nächste Tal, sondern das Passschild, immerhin das des zweithöchsten Alpenpasses (Bild 10).

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Die Bilder

Bild 1:
Von oben sieht es ja toll aus...
Bild 2:
Der Ortler (3.905m) von der Passhöhe gesehen
Die letzten Kehren
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Ortler
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Bild 3:
Einkaufszentrum auf der Passhöhe
Bild 4:
Ein Zeltplatz findet sich überall
Passhöhe
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Zeltplatz
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Bild 5:
In Bormio
Bild 6:
Es geht in die Wand!
Bormio
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Zickzack
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Bild 7:
Blick zurück, Bild 6 wurde ganz unten am Ende der Strasse aufgenommen
Bild 8:
Rückblick im obersten Braulio-Tal mit der Bocca di Braulio am linken Bildrand
Rückblick
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Bocca di Braulio
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Bild 9:
Der Sattel des Umbrailpasses mit der Schweizer Grenze
Bild 10:
Passfoto
Umbrail
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Passfoto
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© der Fotos: Holger Rudolph

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