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Kartenmaterial

Fahrrad und Bahn
Die Daten . Der Pass . Die Bilder 

Daten Nordseite

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz Kumulierte Entfernung Kumulierte Höhendifferenz
St. Michel de Maurienne 712 m
Col du Télégraphe 1.565 m 11,5 km 853 m 11,5 km 853 m
Valloire 1.430 m 5 km -135 m 16,5 km 853 m
Réfuge du Plan Lachat 1.961 m 9 km 531 m 25,5 km 1.386 m
Passhöhe 2.645 m 9 km 681 m 34,5 km 2.050 m
Durchschnittliche Steigung 5,9 %
Durchschnittliche Steigung ab Valloire 6,7 %
Maximale Steigung 14 %

Daten Südseite ab Briançon

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz Kumulierte Entfernung Kumulierte Höhendifferenz
Briançon 1.321 m
Chantemerle 1.350 m 6 km 29 m 6 km 29 m
Le Monêtier les Bains 1.470 m 8,5 km 120 m 14,5 km 149 m
Col du Lautaret 2.058 m 13,5 km 588 m 28 km 737 m
Passhöhe 2.645 m 7,5 km 587 m 35,5 km 1.324 m
Durchschnittliche Steigung 4,8 %
Durchschnittliche Steigung ab Lautaret 7,8 %
Maximale Steigung 12 %

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Daten Südseite ab Le Bourg d'Oisans

Ort Höhe ü. NN Entfernung Höhendifferenz Kumulierte Entfernung Kumulierte Höhendifferenz
Le Bourg d'Oisans 722 m
Le Freney d'Oisans 934 m 13 km 212 m 13 km 212 m
La Grave 1.474 m 15 km 540 m 28 km 752 m
Col du Lautaret 2.058 m 11 km 584 m 39 km 1.336 m
Passhöhe 2.645 m 7,5 km 587 m 35,5 km 1.923 m
Durchschnittliche Steigung 4,8 %
Durchschnittliche Steigung ab Lautaret 7,8 %
Maximale Steigung 12 %

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Der Pass

Der Galibier ist einer der schönsten Pässe der Alpen. Und einer der höchsten dazu, oft im Programm der Tour de France, doch dazu später mehr. Im Tal der Maurienne, genau gesagt in St. Michel de Maurienne (702 m) beginnt der Aufstieg von Norden. Eigentlich ist es erst der Col du Télégraphe, den man in Angriff nehmen muss. Nach einer kehrenreichen Fahrt durch Wald gelangt man auf dessen Passhöhe (1.565 m). Dann geht es 5 km und 135 m bergab und man ist im Wintersportort Valloire. Hier beginnt dann der "richtige" Anstieg zum Pass. Nach Valloire folgen noch zwei kleine Orte, les Verneys und Bonnenuit. Die Waldgrenze ist erreicht, die Landschaft wird immer imposanter. Doch nun ist erst einmal Schwerarbeit angesagt: 14% Steigung! Schon ab Valloire folgt die Strasse mehr oder weniger kurvenlos dem Tal, hinter Bonnenuit wird das dann fast zur Qual. Bild 1 vermittelt einen Eindruck dieser langgestreckten Steigung. Der Wendepunkt ist beim Refuge du Plan Lachat (1.961 m) erreicht, diese Hütte markiert zudem, dass die Hälfte der Entfernung von Valloire zur Passhöhe geschafft ist.
Es folgen mehrere Kehren und bei der Hütte "Granges du Galibier" erreicht man eine "Wanne" (ich bin zwar Geograph, aber meine Kenntnisse auf dem Gebiet der physischen Geographie lassen zu wünschen übrig), an deren Ende bereits die Passhöhe zu erkennen ist. Doch es sind noch 5-6 km und einige hundert Höhenmeter zurückzulegen, ehe man die letzten Kehren vor dem "Gipfel" erreicht (Bild 2). Oben angekommen, bietet sich dem Auge ein überwältigender Ausblick, (deshalb ist man auch selten alleine oben, zumindest im Sommer, Bild 3 und Bild 4). Nach Nordwesten blickt man auf die Grandes Rousses und die Aiguilles d'Arves, nach Nordosten auf die Felsenreihe der Rochers de la Grande Puré, ganz am Horizont ist der Mont Blanc zu erkennen Bild 5. Auch auf Bild 5 sieht man den Verlauf des letzten Stücks des Passes durch die erwähnte "Wanne".
Und da man von dort oben so viel der Passstraße überblicken kann, ist die Gegend um die Passhöhe ein beliebter Ort für Zuschauer, wenn die Tour de France mal wieder ihren Weg über den Col du Galibier nimmt. 1999 war das der Fall, die Bilder 6, 7 und 8 stammen aus diesem Jahr. Die ganze Strecke ist von Wohnmobilen gesäumt, die zum Teil schon Tage vorher die besten Plätze besetzen (Bild 6). Am Etappentag strömen dann Tausende Zuschauer hinauf, mit dem Auto (soweit das erlaubt ist), zu Fuß und mit dem Rad. Das Wetter spielt dabei keine Rolle, wie Bild 7 zeigt (okay, morgens war es an diesem Tag eigentlich ganz schön, aber der Wetterbericht hat die Gewitter vorhergesagt). Als aber dann die ersten Fahrer kamen, war die Sonne wieder da Bild 8. Bis dann die letzten kommen, dauert es schon eine Weile; dann setzt die große "Rückreisewelle" ein. Wer gerne mit dem Fahrrad Autos überholt, der muss an solchen Tagen in den Alpen sein. Das Fahrrad ist für die Heimfahrt mit Abstand die schnellste Alternative (wenn "zuhause" nicht allzuweit weg ist).
So, die Tour de France hat die Schilderung des Panoramas von der Passhöhe unterbrochen. Denn das spektakulärste ist der Blick nach Süden (Bild 9): Zum Greifen nah ist das Massif des Ecrins, mit den südlichsten Gletschern und den südlichsten 4.000ern der Alpen. Direkt im Süden die Barre des Ecrins (4.102m) und der Mont Pelvoux (3.932m), etwas weiter nach Westen versetzt die vergletscherte Meije (3.974m). Auf der Abfahrt zum Col du Lautaret bieten sich weitere grandiose Blicke auf diese Gipfel.

Die Südseite des Col du Galibier beginnt eigentlich erst auf der Passhöhe des Col du Lautaret. Die Daten für die beiden Seiten des Col du Lautaret stehen oben: Die Ostseite von Briançon ist eine gut und breit ausgebaute Straße mit moderater Steigung im Tal der Guisane, siehe Bild 10, auf der Westseite von Le Bourg d'Oisans sind ebenfalls keine brutalen Steigungsstrecken zu bewältigen. Eine genauere Beschreibung folgt auf der Seite des Col du Lautaret. Auf der Passhöhe zweigt die D901 von der N91 ab, siehe Bild 11, sie führt auf den Col du Galibier und weiter ins Tal der Maurienne. Die 7,5 km bis zur Passhöhe des Galibier sind schon etws knackiger, die Höchststeigung erreicht 9 %. Jedoch hat man das Ziel fast immer vor Augen bis man schließlich den Parkplatz auf der Passhöhe erreicht hat und das Beweisfoto schießen kann (Bild 12).

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Die Bilder

Bild 1:
Die langgezogene Steigung (bis zu 14 %) von Valloire zum Refuge du Plan Lachat
Bild 2:
Die letzten Kehren vor dem Pass
Nordseite Galibier
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kurz vor der Passhöhe
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Bild 3:
Nicht nur Radfahrer zieht es nach oben ...
Bild 4:
Der Autor und ein englisch sprechender Schwabe
Passparkplatz
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Passparkplatz
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Bild 5:
Blick von der Passhöhe nach Norden, rechts am Horizont der Mont Blanc
Bild 6:
Der gleiche Blick, in Erwartung der Tour de France
Blick nach Norden
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TdF 99
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Bild 7:
Auf einmal kam der Hagel ...
Bild 8:
... doch pünktlich schien wieder die Sonne
TdF 99
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TdF 99
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Bild 9:
Blick von der Passhöhe nach Süden, auf das Massif des Ecrins mit der Barre des Ecrins (4.102 m)
Bild 10:
Blick zurück in Richtung Briançon über das Tal der Guisane
Massif des Ecrins
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Guisane-Tal
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Bild 11:
Passhöhe des Col du Lautaret von der Galibier-Strasse gesehen
Bild 12:
Passfoto
Lautaret
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Passfoto
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© der Fotos: Holger Rudolph

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